





Bereite einen einfachen Aufguss aus Melisse, Lindenblüten oder Kamille. Achte auf Geruch, Dampf und die erste warme Berührung an den Lippen. Trinke langsam, als würdest du dem Tag danken. Schreibe drei Sätze: wofür du dankbar bist, was du loslässt, worauf du dich freust. Diese kleine, sinnliche Sequenz markiert einen klaren Übergang und erinnert den Körper, dass jetzt Langsamkeit folgt. Wiederhole beständig, nicht perfekt, damit Vertrauen entstehen kann.
Zünde eine Kerze an, setze dich so, dass der Blick weich auf die Flamme fällt. Atme langsam ein, doppelt so lange aus. Beobachte Schatten und flackernde Ränder, ohne zu starren. Wenn Gedanken ziehen, kehre freundlich zurück. Fünf Minuten genügen. Die Kombination aus warmem Licht und ruhiger Ausatmung signalisiert Sicherheit. Blase die Kerze bewusst aus, als kleines Ritual des Loslassens, und gehe ohne Eile in deine nächste Handlung oder direkt ins Bett.
Tritt kurz auf den Balkon, ans Fenster oder in den Garten. Suche einen Stern, eine dunkle Wolke oder die Linie des Mondes. Lege eine Hand auf den Bauch, spüre zwei tiefe Atemzüge und nenne leise das Wort „genug“. Diese visuelle Weite relativiert Tagesanspannung und unterstützt Abschalten. Wiederhole an möglichst vielen Abenden, auch bei bedecktem Himmel. Beständigkeit macht aus einem Moment der Betrachtung eine zuverlässige Brücke in erholsamen Schlaf.
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